Oberschloss Kranichfeld
Am Oberschloss 1bDE - 99448 Kranichfeld
Kontakt & Anfrage
Von der Burg zum Renaissanceschloss
Thüringen
Umgeben von den malerischen Bergen & Wäldern des südlichen Weimarer Landes thront es weithin sichtbar über der gleichnamigen Zwei-Burgen-Stadt. Im 12. Jahrhundert wurde die Anlage als Burg der Herren von Kranichfeld, deren Kranich-Wappen am Südwesterker zu sehen ist, errichtet. Unter Herrschaft der Vögte Reuß von Plauen erfolgte nach 1530 der Ausbau zum Schloss. Im 17. Jahrhundert nutzte das Haus Schwarzburg-Rudolstadt das Oberschloss. So hatte beispielsweise Fürstin Anna Sophia von Anhalt, die Gattin des Grafen Karl-Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, das Oberschloss als Witwensitz inne.
Die gebildete Fürstin setzte sich mit der Gründung einer „Tugendlichen Gesellschaft“ für Kultur und Gesellschaft ein. Infolge von Erbverträgen ging das Oberschloss 1615 an Sachsen-Weimar, 1663 an das Herzogtum Sachsen-Gotha und 1826 schließlich an Sachsen-Meiningen. Nach 1898 gehörte das Schloss verschiedenen Privatbesitzern.
Durch einen Brand 1934 wurde das Bauwerk mit seiner Inneneinrichtung größtenteils zerstört. Zur Zeit des NS-Regimes erwarb die „Gesellschaft zur Förderung und Pflege deutscher Kulturdenkmale e.V.“ die ruinöse Anlage, um eine SS-Führerschule sowie eine herrschaftliche Pfalz mit Sternwarte für Heinrich Himmler zu errichten. Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald wurden hierfür als Zwangsarbeiter eingesetzt. Die Arbeiten blieben unvollendet. Im Jahr 1981 gründeten engagierte Bürger die „Interessengemeinschaft Oberschloss Kranichfeld“ mit dem Ziel, den Verfall der Anlage aufzuhalten. Unter denkmalpflegerischer Begleitung arbeiteten sie bis 1990 ehrenamtlich für den Erhalt des Oberschlosses. Seit 1994 gehört die Anlage zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
Die 2025 neu eröffnete Dauerausstellung „Sehen lernen – Auf Spurensuche im Oberschloss“ erzählt die über 900-jährige Geschichte. Sie zeichnet die Geschichte von der romanischen Burg über das Renaissanceschloss bis zur Brandruine & der heutigen Nutzung nach. Der Rundgang führt von der Vorburg bis in die ehemalige Kernburg & das spätere Schloss, hinauf auf dem Dicken Turm mit Aussichtsplattform & hinab in die Keller. Natürlich darf auch ein Abstecher zur beliebten Kuriosität des Schlosses nicht fehlen – dem sogenannten „Leckarsch“. Ein Mediaguide für jedermann, eine Kinderrallye sowie ein kleiner Museumsshop runden das Besuchserlebnis ab. Begeben Sie sich gemeinsam mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten auf eine spannende Entdeckungstour vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert.
Hinweis Parkplatz:
Bitte nutzen Sie für Busse den öffentlichen Parkplatz oberhalb des Schlosses (wenige Hundertmeter Fußweg entfernt). Direkt am Schloss gibt es nur wenige PKW-Parkplätze.
Öffnungszeiten
Anfang April bis Ende Oktober
2026: 01. April bis 01. November
Dienstag bis Sonntag und Feiertage
10-17 Uhr
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